Orthorexie: Wenn gesunde Ernährung zum Zwang wird | Terra Xplore mit Jasmina Neudecker



Nils Binnberg litt jahrelang unter einer sogenannten #Orthorexie. Das ist eine #Essstörung, bei der man sich zwanghaft gesund ernährt. Insgesamt hat er rund 20 verschiedene Ernährungsformen und -trends ausprobiert, bis er am Ende nur noch 5 Lebensmittel zu sich genommen hat. Können uns Ernährungstrends krank machen?

#diät #lowcarb #cleaneating – Kaum jemand isst einfach das, worauf er oder sie gerade Lust hat. Der Druck, nicht nur auf die schlanke Linie, sondern auch auf den Nährwert unseres Essens zu achten, ist zu groß. Botschaften aus der Werbung, Social Media und Politik signalisieren jeden Tag: Ernähre dich gesund! Aber was ist gesund? Hier scheinen die Informationen, die wir erhalten, nicht besonders belastbar zu sein. Die gängigsten Ernährungsweisheiten widersprechen sich. Erfahrungen aus dem Freundeskreis auch. Um der Verunsicherung entgegenzuwirken, halten sich viele an Ernährungstrends wie Paleo, Lowcarb oder Intervallfasten.

Was sagt die Forschung dazu? Der Stoffwechselmediziner Dr. Stefan Kabisch von der Charité Berlin hat herausgefunden, dass ein Großteil der Ernährungsratgeber eine Empfehlung abgeben, die sich nicht mit den medizinischen Leitlinien deckt.

Jasmina Neudecker will gemeinsam mit dem Soziologen Dr. Daniel Kofahl in einem Experiment herausfinden, wie bewusst oder unbewusst wir uns für oder gegen bestimmte Lebensmittel entscheiden.

Wie wirken sich #ernährung und Ernährungstrends auf unsere Psyche aus – und nicht zuletzt auf unseren Körper?

🥪 Diese Folge ist Teil der Terra Xplore Staffel “Essen – mehr als nur satt?” rund um das Thema Ernährung:

❗ In diesem Video hat sich ein Fehlerteufel eingeschlichen. 👹 Ballaststoffe zählen nicht zu den Mikronährstoffen. Man kann sie als funktionelle Nährstoffe labeln, oder separat stehen lassen neben Mikro- und Makronährstoffen. Sie resorbieren auch Mikronährstoffe, was sie für uns so wichtig macht.

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KAPITEL: 
00:00:00 Intro 
00:01:00 Nils Binnberg: Gesundes Essen als Zwang
00:03:11 Orthorexie – eine neue Essstörung
00:03:40 Die Gefahren der Mangelernährung
00:07:22 Jasmina trifft den Soziologen Dr. Daniel Kofahl
00:09:46 Experiment: Wer isst was und warum?
00:14:23 Wie informieren wir uns über Essen?
00:19:09 Wie belastbar sind Ernährungsstudien?
00:20:10 Jasmina trifft Ernährungsforscher Dr. Stefan Kabisch
00:24:04 Nils’ Weg zur Besserung
00:26:09 Jasminas Fazit

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Mehr Videos aus dem Terra X-Kosmos findest du auch in der Mediathek:
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UNSERE QUELLEN 
👉 Kofahl (2014), Die Komplexität der Ernährung in der Gegenwartsgesellschaft
👉 Kabisch et al. (2021), nutrients
👉 Health at a glance (2023), OECD
👉 Luhmann (1996), Realität der Massenmedien
👉 Kerschner et al. (2015), ZEFQ
👉 Estruch et al. (2018), New England Journal of Medicine
👉 Denniss et al. (2023), Public Health Nutrition
👉 Kosten einer Ernährung nach den Empfehlungen der DGE (2022), Deutscher Bundestag

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IM VIDEO  
Nils Binnberg, Journalist und Autor:
Dr. Daniel Kofahl, Ernährungssoziologe, Büro für Agrarpolitik und Ernährungskultur – APEK
Dr. Stefan Kabisch, Ernährungsforscher, Charité Berlin
Yvonne Ernicke, Rick Hübner, Laura Blaeser, Jonna van der Leeden, Issam Makkaou, Federico Hewson, Miriam Münz

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CREDITS 
Buch und Regie: Katja Schübl
Ton: Richard Schulz
Sound Design/Mischung: Peter Riegel, Maik Siegle
Kamera: Kai Metzner, Max Leitmeier
Schnitt: Michael de Mayer
Grafik: Marc Trompetter
Produktion: Martin Schädl, Judith Römer, Melinda Bajramovic, Antje Galonske, Yvonne Kalinowski, Moritz Bömicke
Redaktion: Nikolaus Wirth, Harald Platz, Stefanie Lux

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34 Comments

  1. Allein zu sagen, zwanghaft gesund ernähren, impliziert schon, dass es die eine Lösung gibt. Es ist doch unsinnig, wir Menschen haben Jahrtausende überlebt und da hat auch keiner von gesunder Ernährung geredet. Mittelmehrdiät, von allem etwas und nicht zu viel, gesund. Heute ist das so mit Image verbunden und solch ein Krampf, wir hatten noch Spaß in den 80er und 90ern. Die Jungen sind wegen allem zwanghaft, kommt mir so vor.

  2. Ich denke, alles womit man sich obsessiv beschäftigt und was einen dann extrem belastet ist einfach nicht gesund.
    Auch wenn es an sich gesund wäre!
    Es geht um die Zwanghaftigkeit dahinter.
    Nicht um den Willen sich einigermaßen gesund ernähren zu wollen.
    Meine Erfahrung besagt: jeder, der zu zwanghaftem Verhalten neigt, sollte sehr aufpassen, nicht auch bei der Ernährung in eine starke psychische Belastungssituation zu geraten: durch die *Zwangserkrankung*.

  3. Ich bin auf einmal übergewichtig gewesen und habe mich dann nur noch gesund ernährt. Das Übergewicht ist trotzdem nicht weggegangen und nun frage ich mich, bin ich nun extrem angespannt und kann deshalb trotz gesunder Ernährung nicht mehr abnehmen. Ich möchte normalgewichtig sein, nicht dünn oder so

  4. Ich habe bis vor 14 Monaten 105 kg gewonnen und jetzt wiege ich immer zwischen 68-70 kg esse jeden Tag nur bis 2000 Kalorien nur Eiweiß kaum Kohlenhydrate also skyr Lachs Eier Avocado Haferflocken Paprika Tomaten usw und wenn ich mal einen Ausrutscher begehe mal zum China Buffet gehe und mir mal alles erlaube dann geht's mir richtig schlecht danach und mein Körper entwickelt Krankheiten Hautreizungen riesige Haut hatte eine Hosen Größe von 33 weite und 32 lange jetzt Tage ich weite 29 fühle mich eigentlich wohl aber auch oft wie ein trockener Alkoholiker habe damals Nutella mit dem Suppenlöffel gegessen 😢 und Haribo Kuchen 🍰 usw jetzt esse ich ab und zu mal 85 Prozent dunkle Schokolade 🍫 oder Protein Pudding es ist schön schlank zu sein aber irgendwie fühle ich mich auch nicht mehr so gesund wie wo ich einfach alles gegessen habe usw

  5. Seit ich ich 14 bin stoplere ich von einer Esstörung in die andere. Erst Magersucht, Bulimie, dann Esssucht, dann sportsucht und heute mit 36 hüpfe ich von einem Trend in den nächsten. Blutzucker tracking, Basenfasten, Intervallfasten und abweckselnd viel Sport und dann wieder gar keinen…

  6. Habe seit der Jugend ne diagnostizierte ES aber es variiert immer, bei mir ist Trauma der Kern weshalb die ES bei mir nicht „alleine“ steht sondern ne Folge davon ist. Es gibt immer wieder Rückfälle vor allem in stressigen unvorhersehbaren Phasen weil mir das Kontrolle, Sicherheit, Erfolg, Sinn usw gibt… Die Verhaltensweisen oder auf was ich achte ändert sich immer mal wieder aber das Ziel oder der Kern ist immer der selbe.. ob hungern oder Bodybuilding oder vegan oder extrem gesund, es geht immer um Verbote, klare Regeln, Struktur und ganz viel Ablenkung von den eigentlichen Themen… Ich erkenne bei mir mittlerweile frühwarnzeichen und schaffe es meistens dann dagegen zu handeln aber das ist alles sehr tückisch und holt mich immer mal wieder in ihre Fänge aber man kann sich immer neu dafür entscheiden dagegen zu handeln und seine eigentlichen Themen zu bearbeiten 🩷 viel Kraft am alle die gerade strugglen

  7. Seit 6 Wochen keine Cola Säfte kein Zucker nichtmal im Kaffe, kein Brot mehr nichtmal vom Becker Jogurt machen wir auch selbst, essen draußen nix mehr nur noch Zuhause selbst kochen. Keine fertig Gerichte, wir haben eine Liste Zuhause erstellt was wir jeden Tag essen Montag bis Sonntag und genau nach Plan, und wir haben eine sehr lange Liste von Lebensmitteln die wir nicht mehr kaufen und nicht mehr essen. Und es macht Spass Zuhause gemeinsam kochen und gemeinsam das Essen was uns gesund macht. Beste Entscheidung für uns.

  8. Sorry, aber der Satz "es gibt keine ungesunden Lebensmittel" ist BS. Es gibt jede Menge Lebensmittel die ungesund sind. Hochverarbeitete Lebensmittel sind das Schlimmste! Null Nährstoffe und belasten den Körper nur. Schön, wenn uns eingeredet wird, das "Die Dosis macht das Gift" und schon greifen die Leute zur Sahnetorte und Pommes. Die meisten Menschen haben nie gelernt was gesunde Ernährung heißt. Das ist das Problem und dann sieht man sie zu "Ohne Zucker" und "High Protein" Produkten greifen, weil sie denken, dass das gesund ist, dabei ist das alles voller künstlicher Zusätze. Ich denke der richtige Spruch in unserer Gesellschaft sollte sein "Pay the Farmer, not the Pharma"

  9. "Gesundes Essen" ist ja nicht verkehrt….als Grundlage! Darüber hinaus kann man hin und wieder die Sau raus lassen.
    Bei mir habe ich eine 80:20 Regelung. 80% Gesund und 20% legt man es nicht auf die Goldwaage. Trotzdem muss ich mich zum ungesunden mittlerweile überwinden. (ist evtl. ein gutes Anzeichen)

  10. Heute kann man sagen, das die Lebensmittel kaum noch Nährstoffe enthalten, die entgegen dieder imkompetenten Meinung, ganz und gar nicht sicher sind, denn alles ist gespritzt, in alles wird was reingemischt, als Beispiel Insekten und an anderer Stelle werrden Teesorten verunglimpft die in anderen Ländern schon seit Jahrausenden getrunken werden.

    So einen Quatsch hab ich selten gehört.

    Der Dreck der in den Läden verkauft wird, hat nichts mit gesunder Ernährung zu tun.

    Alleine das Beispiel Tomate, die werden jn Gewächshäusern gezogen und bekommen so viel an Nährlösung, das sie ausreifen, aber Geschmavk, den habrn se in ihren Nährlösungen vergessen und gesund erst Recht.

    Alleine Bitterstoffe sind sehf gesund, diese wedern in Pflanzen produziert um sich vor Fressfeinden zu schützen, aber diese „kultivierten Pflanzen“ ich würde sagen degenerierte Pflanzen, verlieren diese Eigenschaften und werden somit zunehmen nur noch Füllstoffe, sind aber keine wertvolle Ernährjng mehr.

    Nächstes Beispiel Glutenintoleranz Zölliakie, der ursprüngliche Weizen hatte deutlich weniger Gluten als der kultivierte, der kultivierte ist aber resistenter gegen Pilze/Keime, aber gesünder sicher nicht!!!

    Das sowie unsere immer mehr zunehmende Fettleibigkeit wird von der Pharma in Zusammenarbeit mit der Ernährungsindustrie immer mehr gefördert.

    Nur kranke Menschen bringen Geld. Gesundes Essen gibts nicht im Supermarkt, sondern nur in freier Natur, mit ursprünglichen Pflanzen und nicht dem kultivierten und kaputt gezüchteten Dreck frisch aus dem Labor con der Drecksfirma Monsanto, die jetzt zu Beyer gehört!!!

    …und genau das ist der springende Punkt, gesunde Ernährung kostet Geld, das ist bis heute immer noch nicht in der Pharmawelt, bei den Behörden und erst Recht nicht, bei den Psychopathen von Polirikern angekommen, oder aber die wollen es nicht wissen, aber sind ja alles nur Verschwörungstheorien!

    Gerade diese wissenschaftliche Expertise lehne ich ab, denn die TCM weiss es eh besser und fie Natur sowieso und Dokus aus dem ZDF, die solch einen Unsinn verbreiten wie Vit. D Mangel gibts in D nicht, die sollte man abschaffen.
    Die öffentlich revhtlichen zeigen auch nur das was lffentlich rechtlich gesendet werden darf und faszinierenderweise gibts genug evidenzbasierte Studien, die von der Pharma zu diesem Thema nicht akzeptiert werden wollen, denn gesund ist nicht gewünscht.

    Mir wurde gesagt, gut vor 20 Jahren, das ein Bandscheibenschaden nicht von alleine weg geht oder auch das es nichts gegen Gallensteine auseer einer Op gäbe, kompletter Unsinn!!!

    Meine Gallensteine hab ich ohne Op wegbekommen genauso meinen Bandscheibenschaden. Die Schmerzen haben sich mit Physio keinen Deut gebessert, dafür aber mit Yoga und sie sind sogar weg, genauso wie der Bandscheibenschaden.

    Die Menschen die heute ohne wissenschaftliche Expertise etwas empfehlen, sind mir persönlich weit mehr wert, als die die auf die vermeintlichen Erkenntnisse der Pharma bauen.

    Die Pharma hat jur ein Interesse, Geld zu verdienen. Die Studien werden von und für die Pharma gemacht, die Leitlinien sind auch von der Pharma erstellt worden sowiesie sämtliches was in D immer noch als Geschwurbel angesehen wird, z.B. die Urtikation, auch die hat mir geholfen, im Gegensatz zu der Pharma.
    Z.B. hab ich Antibiotikum wg. einem entzündeten Weisheitszahn bekommen, der sollte operiert werden. Das Antibiotikum hat nischt geholfen, dann sollte ich nochmal ein anderes Antibiotikum bekommen, das hab ich nicht genommen, stattdessen hab ich MSM genommen, 3 Tage später war die Entzündung weg.

    Aber das ist alles nur Geschwurbel!

  11. Sehr wertvoller Beitrag, gerne mehr davon. Ich sehe persönlich die Vielzahl von Influenza Empfehlungen bzgl. der Ernährungsweise als problematisch an. Denn zumeist sind die Personen, die wiederum anderen Menschen diktieren wollen, was gesund sei und was nicht, keine ausgebildeten Therapeuten oder dgl. Sehr gefährlich teilweise!

  12. Habs ausprobiert, der Geschmack ist inzwischen wesentlich verbessert worden, vor allem in der Schokoladenvariante. Habe 6 Kilo abgenommen in 10 Tagen und mich recht gut dabei gefühlt

  13. Möglichst frisch, keine stark verarbeiteten Lebensmittel, vegan und glutenfrei. Koche zu 95% selbst. Obst, Gemüse, Nüsse, Samen, Pseudegetreide, Pilze, Sprossen. Hab mich dadurch selbst von Migräne, Neurodermitis und Nesselsucht befreit. Fühle mich kein Stück eingeschränkt, im Gegenteil, ich hab noch nie so lecker, vielfältig und sättigend gegessen. Bäckereien und 80% des Supermarkts interessieren mich einfach nicht mehr, da geh ich befreit vorbei. Das gehört nicht mehr zu mir.

  14. veganer lieben chronische Krankheiten. Putin liebt vegan. Man muss Fleisch essen und das was fehlt bzw nicht resorbiert werden kann per Tablette aufnehmen, z.B. Kupfer B12 C etc.

  15. "Ein Influencer hat gesagt: hochverarbeitete Produkte sind schlecht"
    "Oh…..aber woher zieht dieser Mensch denn sein Wissen?"
    (WHAT???????????
    Na vielleicht aus dem einfachen Menschenverstand und einem MINIMUM an Information?
    Damit kommt man dann schon zu dem sehr einfachen und klaren Ergebnis, dass hochverarbeitete Produkte EXTREM schlecht sind.
    Gibt es im Jahr 2025 tatsaechlich noch Zweifel an dieser Tatsache???
    Mensch ist das alles peinlich)
    Und dann als Kroenung der Kommentar doch bitte auf keinen Fall irgendwem zu trauen der im Internet einfach so sagt dass HOCHVERARBEITETE LEBENSMITTEL SCHLECHT SIND.
    HELP!!

  16. Ja….genau…..Veganer sind eigentlich nur Veganer……weil sie sonst in diesem Uebermass an Produkten einfach nicht wissen wuerden was sie essen sollen. LOL
    Und bitte….. BLOSS nicht gesund essen…..das ist eine psychische Krankheit.
    Orthorexie gibt es ueberhaupt nicht. Orthorexie ist ganz einfach eine Form von ANOREXIE.
    Das sieht doch ein Blinder.
    Sich mit grossem Einsatz und mit grosser Disziplin GESUND zu ernaehren…..das ist keine Krankheit.
    Tut bloss der Food-Industrie nicht gut……schon klar TerraXPlore.
    Ich hab bei dieser Sendung eine GROSSE Bull-Shit-Erwartung gehabt und bin wirklich nicht enttaeuscht worden. Bitte bitte esst doch weiterhin AUSGEWOGEN (das heisst all den wunderbaren Fabrikmist….natuerlich in Maassen)……denn sonst werden unsere Sponsoren der Food-Industrie ja abspringen. Genau das was ich erwartet hatte von diesem Video.

  17. Aus meiner Sicht ein gesellschaftliches Luxusproblem.😢

    Ich orientiere mich sehr an die Ernährung meiner Großeltern, mit Verbesserungen. Drei feste Mahlzeiten, die geplant waren. Nichts spontan, unterwegs oder schnell rein gefuttert. Es wurde ein Essensplan geschrieben und daraufhin eine Einkaufsliste. Ein Grundvorrat war immer da. Oma musste nie für ein Stück Butter oder irgewelchen Kleinigkeiten eine extra Einkaufstour machen.

    Wenig Fleisch, einmal pro Woche Suppe/Eintopf, dafür wurde Knochenbrühe verwendet. Sonntags wurde ausgiebiger gegessen mit dem berühmten Sonntagsbraten. Sonntags gab es auch Kuchen, sonst nur zu Geburtstagen.

    Selten Nudeln!!! Eher als Nudeleintopf mit Rindfleisch und Gemüse.

    Sehr viele Kartoffeln!

    Gemüse und Obst wurde selbst abgebaut und viel haltbar gemacht.

    Ich mache auch Sauerkraut selbst. Kaufe Fleisch von Höfen. Dann eben 10 kg + Knochen und dann wird vorgekocht: Gulasch, Brühe, Bolognese und eingeweckt.

    Oma hat auch jeden Tag einen Apfel gegessen und es gab bittere Sachen (Grapefruit, Chicoréesalat). Wobei dies danals auch nich bitter war.

    Frischer Löwenzahn und Giersch landeten im Salat.

    Dass heute Essen überall verfügbar ist, ist ein Problem. Meist sind es nur ungesunde Füllstoffe mit schlechten Fetten und zu viel Zucker. Diese Kombination ist tückisch.

    Bei Oma gab es auch noch eine leichte Vorsuppe und immer einen Rohkostsalat.
    Dies war frpher auch noch in der Gastronomie üblich.

    Und es wurde ohne darüber nachzudenken saisonal, regional, vielseitig und regelmäßig gegessen.

    Pellkartoffeln mit selbstgemachten Kräuterquark, mit Kräutern aus dem Garten gab es immer freitags.
    Oder Senfeier.

    Schokolade/Pralinen gab es nur am Samstag Abend.

    Sie hatte kein Olivenöl, nur Sonnenblumenöl. Und nahm zum Backen Margarine. Dies ist aus heutiger Sicht nicht optimal gelaufen.

    Es wurde in Salaten auch kein Käse rein gemixt. Auf Tomaten kamen Zwiebeln, statt Mozzarella.

    Und es wurde natürlich nicht suf dem Sofa vor der Glotze gegessen und auch es gab früh Abendessen (17-18 Uhr). Mein Opa war im Schichtdienst, hielt sich trotzdem an die Essenszeiten, damit sein Rhythmus nicht durcheinander kommt. Aber er hatte immer einen Apfel dabei. Zwischendurch war ein Apfel immer erlaubt.

    Brot war aus Sauerteig. Sehr wichtig. Brötchen gab es nur Sonntags.

    Intuitiv viel richtig gemacht.
    Ich achte mehr auf gesunde Fette (hochwertiges Olivenöl, Kokosöl, Butterschmalz und Weidebutter). Und beim Backen nehme ich weniger Zucker als im Rezept steht.

    Vielleicht sollten wir uns mehr an früher erinnern und alles meiden, wo die Industrie ihre Finger im Spiel hat. Manche nennen dies auch Sklavenfutter, welches uns fett und krank macht, und arm. Ein Schelm der böses dabei denkt.

    Ich denke, dass viel von Amerika rüber schwappt, die sind nur 10 Jahre weiter. Möchten wir das???? Vielleicht kann Robert Kennedy Jr. das Ruder rum reißen. Doch in den letzten Jahren lief dort eine Menge falsch.

    Ansonsten finde ich die 80/20 Regel gut 80% alles richtig machen, 20% nach Lust und Laune.

    Und natürlich haben meine Großeltern sich viel mehr bewegt. Unsere Gesellschaft ist träge geworden und ernährt sich miserabel. Kein Wunder, dass es immer neue Trends gibt und alle verwirrt sind in Sachen Ernährung. Früher war es besser in Sachen Ernährung und Bewegung. Ohne Kalorien-Apps, Schrittzähler und Programmen…die anderen die Taschen füllen.

    Und ja, auch meine Oma hat Vollzeit gearbeitet und konnte dennoch ihre Familie gesund ernähren. Vielleicht sollten wir uns auf die Omas besinnen? Bei Oma schmeckte ja auch alles besser 😅

  18. Würde mal behaupten, dass 90% der Gegenstände im Supermarkt keine Mittel sind die ich zum Leben (Lebensmittel) brauche. 90% Sind auch ohne Stoffe die mich wirklich Nähren (Nahrungsmitte)

    Wenn man 90% weglässt und sich die restlichen 10% anschaut sieht es schon ganz anders aus.

    Alles andere würde ich eher so betrachten wie der Konsum von Drogen wie Alkohol oder Zigaretten usw. Ja kann man mal machen aber Vorsicht Suchtgefahr und erzeugt in meinem Körper Krankheiten wie Krebs

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