Auf Diät forever – Die Macht der Kalorie | Y-History



Die ganze Reportage könnt ihr jetzt schon in der ARD-Mediathek schauen:
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Warum zählen wir Kalorien, und wie hat das unser Essverhalten geprägt? Ist Kalorienzählen wirklich sinnvoll, oder sind Diäten und Diätkultur eher eine Form der Kontrolle?

Abnehmen, Fitness, Ernährung – viele Menschen tracken täglich ihre Kalorien, um Gewicht zu verlieren. Doch woher kommt diese Fixierung? Reporterin Helena Brinkmann testet in einer Stoffwechselkammer, wie ihr Körper Kalorien verbrennt, und spricht mit Historiker:innen über die Entwicklung des Kalorienzählens. Wie wurde die Kalorie vom wissenschaftlichen Messwert zu einem gesellschaftlichen Kontrollinstrument?

Von den ersten Diät-Ratgebern über die Diät-Welle der 50er bis hin zu modernen Fitness-Apps – die Idee, Essen nach Zahlen zu bewerten, ist tief in unserer Kultur verankert. Doch welche Rolle spielen Essstörungen, Abnehmwahn und die Lebensmittelindustrie? Gibt es eine gesunde Art, mit Kalorien umzugehen?

Y-History ist unser neues Format, das einmal im Monat erscheint. Wir graben für euch in Archiven, sprechen mit Expert:innen und beantworten die große Frage: Was hat das heute mit uns zu tun?
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Autorin: Helena Brinkmann
Schnitt: Arno Schumann
Kamera: Matthias Kind
Redaktion: Michaela Herold, Radio Bremen
Producerin: Niamh Sauter-Cooke
Mitarbeit: Paula Willert
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Musik:
Prom Queen – Beach Bunny // Me and my girls – Selena Gomez // Birds of a Feather – Billy Eilish
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00:00 Intro
01:23 Vermessung in der Stoffwechselkammer
03:22 Kalorienexpertin über Kalorien
04:03 Die Idee des Idealkörpers
04:23 Messung des Energieverbrauchs
06:22 Einkauf mit Kalorienexpertin
08:35 Der Siegeszug der Kalorie
09:54 Körper als Maschine, Kalorie als Treibstoff
10:22 Körperfettmessung
14:04 Kalorienzählen und Diäten
17:15 Die Turnschwestern über Kalorien
19:00 Körperbilder in den 1960ern
20:00 Kalorienzählen als Kind
22:02 Sportliche Körper als Ideal
22:31 Kalorienarme Ernährung
26:09 Schlankheitspillen und Abnehmspritzen
28:20 Die Kalorie als moralische Maßeinheit
29:47 Outro
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Weiterführende Infos und Quellen:

Instagram Franziska Haarstrich:

Infos zu Nina Mackert:

Wilbur Atwater:

Geschichte der Kalorie:

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Wir sind das Y-Kollektiv – ein Netzwerk von jungen JournalistInnen. In unseren Web-Reportagen zeigen wir die Welt, wie wir sie erleben. Recherche machen wir transparent. ► Alle Filme in der ARD Mediathek: ► Hier kannst Du uns ABONNIEREN:

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Eine Produktion von BlindCat Documentary.

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44 Comments

  1. Eine reporterin, die angeblich den ganzen Tag an Kalorien denkt, aber bei Nudeln keine Ahnung hat… eine Ärztin, die ihr High Tech Gerät nicht benutzen kann… ich weiß nicht so recht. Eigentlich gutes Thema aber diese Doku wirkt für mich irgendwie zu sehr geschauspielert..

  2. Schade, dass hier nur Frauen interviewt werden. Was sagt denn die Männerwelt zu Kalorien und abnehmen? Ist es nicht sexistisch, davon auszugehen, dass nur Frauen dem Schlankheitswahn unterworfen sind? Bin z.B. ein großer Fan von dem Buch Panikherz von Benjamin von Stuckrad-Barre, in dem seine Essstörung(en) thematisiert werden.

  3. Das es früher keinen Idealkörper gab es kompletter Stuss. Noch absonderlicher, da das auch noch eine Historikerin erzählt. Ansonsten: 99% der Leute haben selbstverständlich die Macht darüber, ob sie zu fett werden. Passend ernähren und bewegen. Und selbstverständlich gibt es Erkrankungen und genetische Dispositionen, aber da reden wir von sehr wenigen Menschen.

  4. Dann bleib halt fett! Der Beitrag ist ja furchtbar, natürlich ist Übergewicht schädlich und ihr vermittelt das Bild, das gesund und sportlich sein, eher negativ wäre!

  5. Die vegetarische Bolognese macht mit 96 Kalorien bestimmt supersatt. Gute Darsteller, macht Spaß zu schauen. Ach zum Thema Moral und Politik und das ganze Gedöns: Selbstbeherrschung sorgt für Bewunderung – immer und überall.

  6. Ich zähle Kalorien und achte darauf das es wenn möglich nicht mehr als 1200 Kalorien am Tag sind, denn ich würde gerne noch ein paar Kilo abnehmen. Dazu achte ich auf viel Eiweiß, wenig Kohlenhydrate, viel Gemüse, Fisch und mageres Fleisch.

  7. Viele kritisieren hier das Fazit – und zurecht.

    Kalorien sind keine Moral, sondern Mathematik. Aber genau das wird in der Realität oft zum Problem: Wer nie gelernt hat, was wie viel Energie liefert, fühlt sich von Ernährung überfordert. Und dann entsteht der Wunsch, „einfach intuitiv“ zu essen – obwohl Intuition oft durch Stress, Zucker und Gewohnheit manipuliert ist.

    Ich arbeite täglich mit Menschen, die genau da feststecken: Beruf, Alltag, kaum Zeit – und kein Gefühl mehr für echte Sättigung. Die Lösung ist nicht ewiges Tracken, sondern einmal verstehen, was der eigene Körper braucht. Danach wird Ernährung einfacher, nicht komplizierter.

    Kalorien zählen muss kein Zwang sein. Es kann auch Selbstfürsorge sein.

    Danke an alle in den Kommentaren, die das Thema differenziert beleuchten 🙌

  8. Es macht schon einen Unterschied, ob ich 100 Kcal in Form von Zucker und Kohlenhydrate (Quarkbällchen, Pizza, Eis, etc.) zu mir nehme (oder auch mit hochverarbeiteten Lebensmitteln) oder in Form von Protein und (gesunden) Fetten ( durch natürliche Lebensmittel, Obst , Gemüse, selbst gekocht, etc). Das kommt hier so ein bisschen kurz.

  9. Habe jetzt ein paar y-Kollektiv Videos gesehen, und muss sagen ist ja schlimmer als ZDF und ARD zusammen. Ihr schneidet ja wirklich alles so dass es für euch gerade passt. Das ist ja unglaublich ich konnte das kaum glauben als mir das erzählt wurde. Ich habe jetzt 14 Videos von euch gesehen und nachgeschaut was die Quellen sind. Manche Quellenangaben bei euch sind falsch und noch viel schlimmer ihr schneidet wirklich in den für euch passenden Momenten weg. Unglaublich. Ein Kanal den ich also auch weiterhin in meinem Leben niemals schauen werde. Ihr könnt ARD und ZDF noch einiges beibringen weil die sind ja Kleinkinder gegen euch

  10. Ich sehe weniger die Problematik in der Kalorie- hier handelt es sich lediglich um eine Masseinheit. Ich empfinde es eher als kritisch, dass aus einem Schönheitsideal eine riesige kapitalistische Industrie entfacht ist. Der gesellschaftliche Diskurs kommt immer mehr weg von einer gesunden Ernährung und geht hinüber zu ungesunden, nicht nachhaltigen und teils gefährlichen Diäten und Nahrungsergänzungsmitteln. Gleichzeitig können wir zu günstigen Preisen hochverarbeitete und kalorienreiche Lebensmittel kaufen, damit Firmen mit dem Wunsch nach einem gesunden Lebensstil mehr Profit machen zu können. Ich hätte es passender gefunden, sich verstärkt mit der Lebensmittel- und Schönheitsindustrie auseinanderzusetzen. Die Dokumentation hat diesbezüglich eigentlich auch viele wichtige Ansätze gebracht, auf die man hätte besser eingehen können. Aber als Fazit "einfach keine Kalorien mehr zu zählen", finde ich in Anbetracht unseres Systems zu vereinfacht und zu wenig reflektiert.

  11. klingt so, als wäre die Reportage für Leute mit Essstörung gemacht worden und als wäre die Reporterin selbst von einer Essstörung betroffen. Das gesamte Video ist eine Rechtfertigung und ein Überzeugungsversuch – an sich selbst, um Kalorien nicht zu zählen.. neutral ist das nicht. Wie @Spluli schon kommentiert hat… Adipositas ist ein reales Problem und Kalorien zählen ein Mittel zum Zweck, um ein gesundes Gewicht zu erreichen.

  12. Es wird mit einer wissenschaftlichen Definition von Kalorie begonnen, jedoch nicht zwischen Kalorie und Kilokalorie,
    die normalerweise auf Lebensmitteln angegeben sind, unterschieden.
    Zudem wird nicht berücksichtigt, dass eine Kalorie in den USA anders definiert wird, also entweder ganz oder gar nicht.

  13. Aber wenn Kalorienzählen, also die bewusste Reduzierung von aufgenommener Energie keinen Effekt auf das Gewicht hat, warum funktionieren dann die erfolgreichsten Therapien gegen Adipositas? Durch Magenbänder/-verkleinerung isst man weniger, also reduziert Kalorien und nimmt ab. Ozempic unterdrückt das Hungergefühl, man isst weniger und nimmt ab. Früher gab es noch FenFen, das basiert ebenfalls auf unterdrückung des Hungergefühls. DNP steigert den Metabolismus, also führt dazu dass mehr Energie im Körper verbrannt wird. Andere Drogen aber auch Krankheiten können ebenfalls dazu führen, dass durch ein auableibendes Hungergefühl oder ein eehöhter Energieverbrauch das Körpergewicht sinkt. Gibt es also hinter diesen ganzen Phänomenen eine andere Ursache?

  14. Die Pummelchen genannte Dame aus dem 70er Jahre Film ist doch nicht dick. Wir sind heutzutage vom Körperbild her bereits viel weiter. Auch wenn Diskriminierung noch vorkommt, wird sie wo immer möglich aufgedeckt, angeprangert und hat auch Folgen. Ich sehe es allerdings so, dass der Trend hin zu Akzeptanz stellenweise zu weit geht. Denn machen wir uns nichts vor, starkes Übergewicht bzw. Fettleibigkeit ist ungesund. Es geht nicht (nur) um Ästhetik, sondern um Gesundheit. Ob Kalorien zählen da hilft, ist eine andere Frage, aber man macht es sich zu einfach, wenn man der Meinung ist, wir hören einfach auf Kalorien zu zählen, jeder soll so sein wie er ist, und wir denken nicht mehr darüber nach.

  15. Ich habe damals gerne King of Queens geschaut.
    Da gab es mal ne folge wo Doug 40 Pfund verloren hat.
    Und er sagte zucker und Kohlenhydrate weg lassen.
    Ich esse Kohlenhydrate nur zum mittag normale portionen.
    Und nur zum mittag.

    Mir hat es sehr geholfen.
    Ich bin 1.80 und habe bei 119 kg damit angefangen.
    Mache das seit 2 monaten , arbeite auf der Baustelle und fahre mountainbike 3 mal die woche.
    7 kg sind weg.
    Mal schauen wie es weiter geht.
    Disziplin ist das ah und oh.
    Aber jeder mensch ist anders

  16. Immer diese extreme, die Dame bei ~25min hat 30 kg abgenommen. Die fragen da drauf sind nicht ob sie sich jetzt besser oder gesünder fühlt sondern ob sie nicht findet dass das nicht auch schon eine Essstörung war.

    Kannst du dir nicht ausdenken. Geht kalorienzählen nicht auch in gesund, fragen sie sich. natürlich. Ich fress mittags meinen Skyr mit toppings und abends was frisch gekochtes und zwischendrin n Shake mit frischen Beeren rein und wisst ihr was ich noch esse? Ein pistaziencroissant vom Lidl und trotzdem nehm ich ab, weil ich genau weiß wo ich stehe, was geht und was nicht.

  17. "Warum zählen wir Kalorien?"

    Weil die große Zuckerindustrie (z.B. durch Coca-Cola) pseudowissenschaftliche "Institute" wie etwa "The Global Energy Balace Research Network" finanziert, um diese unwissenschaftliche Kalorien-Quacksalberei zu pushen.

    "Ist Kalorienzählen wirklich sinnvoll?"

    NEIN. Es ist kontraproduktiv.

  18. ist mir zu negativ gepolt die reportage, vor allem wenn adipositas das groesste gesundheitsrisiko der modernen welt ist, wichtig waere mir gewesen aufzuzeigen dass wie bei so gut wie allem die dosis das gift macht, seinen eigenen metabolischen umsatz grob zu kennen, und zu wissen wie der ungefaehr auf einem tisch vor einem aussieht ist wichtig, und die ganzen essstoerungen kommen meist durch tieferliegende probleme die nicht ausreichend aufgearbeitet sind, nicht durch die Aufklaerung ueber Lebensmittel und deren inhaltsstoffe. Gerade bei 29:00 angelangt, selten so was abstruses gehoert, die naehrwert tabelle ist also ein Instrument vom Hersteller (?), das dazu dient dem Kunden ein schlechtes Gewissen zu machen damit der widerum, das Produkt nicht kauft. Das ist Schwurblerei und ich finde da muss wehement kontra gegeben werden oder ihr lasst die Szene einfach raus.

  19. 1 Kalorie 1 Gramm Wasser 1 Grad
    Mit 2000 kcal kann man dann etwa 25 Liter Wasser von 20 °C auf 100 °C erhitzen.
    Schon krass wenn man drüber nachdenkt?^^

  20. Bin ich froh ,dass ich auf sowas ned anspringe . .
    Laut BMI bin ich mit 1,77 cm und ca 84 Kilo übergewichtig ! Das kann man ned auf jeden Menschen gleich umlegen . . ich achte zwar nicht auf Kalorien, aber das ich ab 18 Uhr nix mehr esse,a bissel Disziplin sollte schon sein ! 😂
    Ihr macht's die Menschheit mit so einer Doku schon gaga im Kopf, ich mein die Personengruppe die sich leicht beeinflussen lassen!

  21. Die Reporterin wusste nicht, wie viele Kcal Nudeln haben, also kann sie selber nicht so "versklavt" sein von der Kalorie. Ich nehme gerade mit Kalorienzählen erfolgreich ab (bisher 14 kg), während mir der Chirurg bereits zur bariatrischen OP geraten hat. Ich fühle mich nicht als Sklavin der Kalorie, sondern habe endlich einen einfachen Weg gefunden, mein Gewicht erfolgreich zu reduzieren. Vorher war ich eher von Diäten und Weight Watchers verwirrt. Wir haben ein Problem mit Übergewicht und Kalorienzählen ist das Nonplusultra zur Gewichtsreduktion ohne zu leiden. Ich esse zwischen 1250 und 1600 kcal am Tag und hungere nicht. Ich wähle nur das Richtige: high volume – low calorie. Das kann ich mir für den Rest meines Lebens vorstellen und muss es auch, weil ich 10 Jahre Übergewicht satt habe und keine Folgeerkrankungen haben möchte. Für mich ist die Kalorie eine Maßeinheit für den Weg zu mehr Lebensqualität.

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